Gemeinschafts­konto und Steuern: Schenkungssteuer und Freistellungsauftrag

Die Steuerfalle beim Gemeinschaftskonto ist die Schenkungssteuer: Zahlt eine Person deutlich mehr ein und darf die andere frei über ihren Anteil verfügen, kann das eine Schenkung sein. Unverheiratete Paare haben dafür nur 20.000 € Freibetrag, Ehepaare 500.000 €. Einen gemeinsamen Freistellungsauftrag für Zinsen stellen nur Ehe- und eingetragene Lebenspartner.

Von Alessia Pewnew Alessia Pewnew Autorin von Gemeinschaftskonto24 Ich vergleiche hier Gemeinschaftskonten auf dem deutschen Markt. Ändern Banken ihre Kosten oder Bedingungen, aktualisiere ich die Angaben. Mehr über mich AutorinAktualisiert am Angaben geprüft am

Ist das Gemeinschaftskonto eine Steuerfalle?

Ja, es kann eine werden, wenn eine Person deutlich mehr einzahlt und die andere über ihren Anteil frei verfügen darf; dann kann das Finanzamt eine Schenkung annehmen. Kritisch sind vor allem diese Fälle:

Unverheiratete Paare

Der persönliche Freibetrag liegt bei nur 20.000 € in zehn Jahren. Schon ein Erbe oder eine Abfindung auf dem gemeinsamen Konto kann ihn übersteigen.

Ehepaare mit großen Beträgen

500.000 € Freibetrag klingen viel, aber Gehälter, Boni oder ein Hausverkauf summieren sich über zehn Jahre. Zählt jeweils die Hälfte als Schenkung, ist der Betrag schneller erreicht.

Laufende Haushaltskosten

Miete, Einkauf und Strom aus dem gemeinsamen Topf sind etwas anderes als frei verfügbares Vermögen für die andere Person. Hier kommt es auf Zweck und Verwendung an.

Gemeinsames Sparen und Anlegen

Wird angespartes Geld oder ein Depot zum gemeinsamen Vermögen, ohne dass beide gleich viel einzahlen, wird es heikel. Dokumentieren Sie, wem das Geld zusteht.

Schenkungssteuer beim Gemeinschaftskonto: Ist eine Einzahlung eine Schenkung?

Nicht automatisch: Eine Einzahlung ist nur dann eine Schenkung, wenn die andere Person dadurch unentgeltlich bereichert wird und im Innenverhältnis frei über das Geld verfügen darf. Dass sie bei der Bank allein überweisen kann, beantwortet diese Frage nicht.

Der Bundesfinanzhof hat das für Einzahlungen eines Ehepartners auf ein Oder-Konto entschieden: Die bloße Einzahlung genügt nicht als Nachweis einer hälftigen Schenkung. Maßgeblich sind die Vereinbarung zwischen den Partnern und, wenn es keine gibt, wie beide das Geld tatsächlich verwenden.1,2

Schenkungssteuer: Gemeinschaftskonto und Freibeträge

Ein Gemeinschaftskonto hat keinen eigenen Freibetrag; es gelten die persönlichen Freibeträge nach § 16 ErbStG je schenkender und empfangender Person:

Wer erhält Freibetrag
Ehe- und eingetragene Lebenspartner 500.000 €
Kinder, auch Kinder eines verstorbenen Kindes 400.000 €
übrige Enkel 200.000 €
unverheiratete Partner, Freunde, WG 20.000 €

Frühere Erwerbe von derselben Person aus den letzten zehn Jahren werden nach § 14 ErbStG zusammengerechnet.3,4

Beschenkte und Schenkende müssen eine Schenkung grundsätzlich innerhalb von drei Monaten ab Kenntnis vom Erwerb beim zuständigen Erbschaftsteuerfinanzamt anzeigen, auch unterhalb des Freibetrags. Bei einer gerichtlich oder notariell beurkundeten Schenkung entfällt diese Anzeige.5

Gemeinschaftskonto Schenkungssteuer: ein Beispiel

Zahlt bei einem unverheirateten Paar eine Person 60.000 € ein und erhält die andere die Hälfte zur freien Verfügung, ist das eine Zuwendung von 30.000 €. Ohne frühere Schenkungen liegt sie 10.000 € über dem Freibetrag von 20.000 €.

Aus der Einzahlung allein lässt sich diese hälftige Zuwendung aber nicht ableiten; es kommt auf Vereinbarung und tatsächliche Verwendung an. Bei Haushaltszahlungen für Miete, Einkauf oder Strom zählen Zweck und Verwendung. Zuwendungen zum angemessenen Unterhalt können steuerfrei sein; die Angemessenheit richtet sich nach den Vermögensverhältnissen und der Lebensstellung der empfangenden Person.6

Gemeinschaftskonto: Schenkungssteuer vermeiden

Schenkungssteuer beim Gemeinschaftskonto vermeiden Sie am besten, indem Sie Haushaltsgeld und Ersparnisse trennen und festhalten, wem welches Geld zusteht.

  1. Getrennt sparen: Persönliche Ersparnisse auf eigene Konten, auf das Gemeinschaftskonto nur das Geld für gemeinsame Ausgaben. Zwei Einzelkonten mit gegenseitiger Vollmacht sind eine Alternative.
  2. Kosten vereinbaren: Legen Sie fest, welche Haushaltskosten Sie gemeinsam tragen und wie Sie sie aufteilen, und bewahren Sie die Belege auf.
  3. Guthaben zuordnen: Halten Sie schriftlich fest, wem angespartes Guthaben zusteht, und handeln Sie auch so. Eine Vereinbarung ohne passende Handhabung schützt nicht.
  4. Vorher beraten lassen: Große Einmalbeträge, frühere Schenkungen und Anzeigepflichten klären Sie mit einer Steuerberatung, bevor Sie überweisen.

Freistellungsauftrag: Gemeinschaftskonto und Sparer-Pauschbetrag

Einen gemeinsamen Freistellungsauftrag für das Gemeinschaftskonto stellen nur Ehe- und eingetragene Lebenspartner; unverheiratete Paare und WGs können das nicht.

Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person und Jahr, bei Zusammenveranlagung zusammen 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG). Er gilt über alle Banken hinweg. Für den gemeinsamen Auftrag müssen beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sein, nicht dauernd getrennt leben und ihre Steuer-IDs angeben; er umfasst bei derselben Bank auch die Einzelkonten und Depots beider (BMF-Schreiben vom 14. Mai 2025, Rn. 231, 259–266).

Bank Gemeinsamer Freistellungsauftrag
DKB Ehe- und eingetragene Lebenspartner, im Banking mit beiden Steuer-IDs
ING nur verheiratete oder verpartnerte Inhaber
C24 Ehe- und Lebenspartner mit beiden Steuer-IDs; nennt die gemeinsame Veranlagung
Sparkasse zusammen veranlagte Ehe- und Lebenspartner; Ablauf je Sparkasse

Unverheiratete Paare verlieren ihren persönlichen Pauschbetrag nicht: Hat die Bank Steuer einbehalten, lassen Sie den Abzug über die Steuererklärung prüfen, die Erträge werden dann den Berechtigten zugeordnet. Bankquellen: DKB, ING, C24, Sparkasse.

Schenkung vom Gemeinschaftskonto an Kinder

Eine Schenkung vom Gemeinschaftskonto an Kinder ist möglich; der Freibetrag beträgt 400.000 € je Kind und Elternteil in zehn Jahren. Eine Überweisung vom gemeinsamen Konto heißt aber nicht automatisch, dass beide Eltern schenken: Es zählt, welchem Elternteil das Geld zuzurechnen ist.

Gehört das Guthaben beiden je zur Hälfte, schenkt jeder Elternteil die Hälfte und nutzt seinen eigenen Freibetrag. Halten Sie bei größeren Beträgen fest, von wem das Geld stammt, und denken Sie an die Anzeige beim Finanzamt.

Wohnsitz und Steuerland

Für das Gemeinschaftskonto zählt bei manchen Banken das Steuerland, nicht der Wohnort: Bei der comdirect müssen beide nicht zusammen wohnen, aber im selben Land steuerpflichtig sein; die Commerzbank nennt die Steuer-IDs beider „sofern möglich / vorhanden“. Für einen gemeinsamen Freistellungsauftrag sind beide Steuer-IDs nötig.7,8,9

Erbschaftsteuer beim Gemeinschaftskonto

Zum Nachlass gehört beim Gemeinschaftskonto der Anteil der verstorbenen Person, nicht automatisch das gesamte Guthaben. Nach § 430 BGB sind alle Inhaber im Innenverhältnis zu gleichen Anteilen berechtigt, soweit nichts anderes bestimmt ist; bei zwei Inhabern grundsätzlich je die Hälfte.10

Die überlebende Person erbt diesen Anteil nicht automatisch, nur weil sie das Konto weiter nutzen kann. Für die Steuer zählt der gesamte Erwerb der erbenden Person unter Berücksichtigung früherer Schenkungen, abziehbarer Schulden, Freibeträge und Befreiungen.3,4,11

Die Bank meldet die betreffenden Vermögenswerte grundsätzlich innerhalb eines Monats ab Kenntnis vom Todesfall. Die Anzeige darf entfallen, wenn der Wert der anzuzeigenden Wirtschaftsgüter insgesamt höchstens 5.000 € beträgt; das ist kein Steuerfreibetrag.12,13

Erben zeigen ihren Erwerb grundsätzlich innerhalb von drei Monaten ab Kenntnis vom Erwerb selbst an. Eine eigene Anzeige ist nicht nötig, wenn der Erwerb auf einer durch ein deutsches Gericht, einen deutschen Notar oder Konsul eröffneten Verfügung von Todes wegen beruht und daraus das Verhältnis zum Erblasser eindeutig hervorgeht. Diese Ausnahme gilt nicht bei Grundbesitz, Betriebsvermögen, Auslandsvermögen oder Anteilen an Kapitalgesellschaften, die nicht der Anzeigepflicht nach § 33 unterliegen. Eine erforderliche eigene Anzeige wird durch die Bankmeldung nicht ersetzt.5

Alle Gemeinschaftskonten im Vergleich

Alle Konditionen im Detail →
Kosten
Eröffnung
Muss passen

19 Konten Konditionen geprüft vom 20.10.2026 bis 22.10.2026

1

DKB Girokonto

Empfehlung

0 € / Monat

ab 700 € Geldeingang oder eine Person unter 28, sonst 4,50 €

  • Getrennt wohnen möglich
  • Komplett online
  • Dispo möglich

Gilt für das erste gemeinsame Konto mit derselben Person, jedes weitere kostet 2,50 € im Monat. Keine gemeinsame Adresse nötig.

3

norisbank Top-Girokonto

0 € / Monat

ab 500 € Geldeingang, sonst 3,90 €

  • Getrennt wohnen möglich
  • PostIdent in der Postfiliale
  • Dispo möglich

Unter 30 immer kostenlos. Jede Person bekommt eine Mastercard direct.

120 € Kontowechsel-Prämie · bis 30.11.2026 120 € Kontowechsel-Prämie So bekommen Sie sie: Girokonto mit Tagesgeld eröffnen, bis 30.11.2026 drei Zahlungspartner per Kontowechselservice informieren. Es gelten die Teilnahmebedingungen der Bank.
4

ING Girokonto

0 € / Monat

ab 1.000 € Geldeingang, sonst 4,90 €

  • Gemeinsame Adresse nötig
  • Komplett online
  • Dispo möglich

Kostenlos auch, wenn ein Inhaber unter 28 ist. Jede Person bekommt eine eigene VISA Debitkarte.

5

comdirect Girokonto

0 € / Monat

erste 36 Monate (Aktion bis 23.11.), danach bei aktiver Nutzung, sonst 4,90 €

  • Getrennt wohnen möglich
  • Komplett online
  • Dispo möglich

Bei Antrag bis 23.11.2026 die ersten 36 Monate kostenlos, ohne Mindestgeldeingang. Mit Aktiv-Modell 5-mal im Monat Bargeld frei, Tagesgeld inklusive.

250 € Prämie für Neukunden · bis 23.11.2026 250 € Prämie für Neukunden So bekommen Sie sie: Vollständiger Antrag bis 23.11.2026; E-Mail-Werbeeinwilligung bis zur Auszahlung behalten. Fünf Transaktionen ab je 25 € in den ersten drei Monaten, Auszahlung im vierten Monat. Konto mindestens zwölf Monate, sonst Rückforderung möglich. Es gelten die Teilnahmebedingungen der Bank.
7

N26 Gemeinschaftskonto

0 € / Monat

mit N26 Standard, keine Zusatzgebühr

  • Getrennt wohnen möglich
  • Komplett online
  • Dispo: keine Angabe

Beide brauchen ein eigenes N26 Konto im selben Land; die persönlichen N26 Karten werden verknüpft. Bei Schufa-Eintrag kommt ggf. Flex für 8,90 € je persönlichem Konto im Monat infrage; keine Eröffnungsgarantie.

8

Revolut Gemeinschaftskonto

0 € / Monat

mit Standard-Abo je Person

  • Getrennt wohnen möglich
  • Komplett online
  • Kein Dispo

Beide brauchen ein Revolut Konto im selben Land und bei derselben Revolut Gesellschaft.

9

Commerzbank GiroKonto

4,90 € / Monat

0 € erst ab 50.000 € Vermögen

  • Gleiche Versandadresse nötig
  • Komplett online
  • Dispo möglich

Mit Filialen; die zweite Girocard kostet 10 € im Jahr.

100 € Startguthaben (GiroKonto) 100 € Startguthaben (GiroKonto) So bekommen Sie sie: Bei Online-Eröffnung, beide 24 Monate ohne Commerzbank-Girokonto, 3 Monate je 5 Buchungen ab 25 €. Es gelten die Teilnahmebedingungen der Bank.
10

Postbank Giro extra plus

0 € / Monat

Giro extra plus ab 3.000 € Geldeingang, sonst 11,90 €

  • Adresse: keine Angabe
  • Komplett online
  • Dispo möglich

Giro pur und Giro start direkt sind als Gemeinschaftskonto ausgeschlossen.

12

Girokonto, je nach Sparkasse

vor Ort

Preis legt jede Sparkasse selbst fest

  • Adresse: keine Angabe
  • Eröffnung in der Filiale
  • Dispo möglich

Oder- oder Und-Konto, auch für zwei oder mehr Personen; Eröffnung in der Filiale.

17

GLS Gemeinschaftskonto

3,80 € / Monat

plus GLS Beitrag, 0 € wenn ältere Person unter 28

  • Adresse: keine Angabe
  • Komplett online
  • Dispo möglich

Nachhaltige Bank, Konditionen nach der älteren Person.

18

Sparda DeinKonto (Berlin)

4,90 € / Monat

1. Jahr 0 € für Neukunden ab 30 (Sparda Berlin)

  • Adresse: keine Angabe
  • Komplett online
  • Dispo möglich

Angaben der Sparda-Bank Berlin, jede Sparda hat eigene Preise.

150 € Begrüßungsgeld für Neukunden 150 € Begrüßungsgeld für Neukunden So bekommen Sie sie: Einmal je Gemeinschaftskonto: 5 Zahlungspartner per Kontowechselservice oder 700 € Eingang und 3 Monate je 5 Buchungen. Es gelten die Teilnahmebedingungen der Bank.
19

bunq Gemeinschaftskonto ab Core

3,99 € / Monat

Tarif Core, Gemeinschaftskonto ohne Aufpreis

  • Getrennt wohnen möglich
  • Komplett online
  • Kein Dispo

Bis zu zehn Inhaber, niederländische Bank.

Filter und „–“ beruhen nur auf dem, was die Bank selbst angibt.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Keine Steuer- oder Rechtsberatung

Diese Seite erklärt die Regeln allgemein. Für Ihren Einzelfall fragen Sie eine Steuerberatung oder Ihr Finanzamt.

Familienstand zählt

Er entscheidet über Freibeträge und den gemeinsamen Freistellungsauftrag, obwohl Banken auch Unverheirateten ein Gemeinschaftskonto eröffnen.

Zuordnung belegen

Getrennte Konten erleichtern die Übersicht. Entscheidend bleiben die Rechte am Geld und die tatsächlich gelebten Vereinbarungen.

Was ist die Steuerfalle beim Gemeinschaftskonto?

Vor allem eine mögliche Schenkung: Zahlt eine Person mehr ein und darf die andere frei über ihren Anteil verfügen, kann das Schenkungssteuer auslösen. Ungleiche Einzahlungen allein beweisen das nicht. Der Freibetrag liegt für Ehe- und Lebenspartner bei 500.000 €, für Unverheiratete bei 20.000 € in zehn Jahren.

Ist eine Überweisung auf ein Gemeinschaftskonto eine Schenkung?

Nicht automatisch. Eine Schenkung liegt vor, wenn die andere Person unentgeltlich bereichert wird und im Innenverhältnis frei über das Geld verfügen darf. Die Einzahlung oder die Verfügung gegenüber der Bank genügt dafür nicht; bei Haushaltszahlungen zählen Zweck, Vereinbarung und Verwendung.

Müssen unverheiratete Paare Schenkungssteuer zahlen?

Ja, wenn eine Schenkung nach Berücksichtigung des Freibetrags und möglicher Befreiungen steuerpflichtig ist. Für unverheiratete Partner gilt ein Freibetrag von 20.000 €; Erwerbe von derselben Person innerhalb von zehn Jahren werden zusammengerechnet. Die Einzahlung auf das Gemeinschaftskonto allein entscheidet das nicht. Eine Anzeigepflicht beim Finanzamt kann schon unterhalb des Freibetrags bestehen.

Wie hoch ist der Freibetrag bei einem Gemeinschaftskonto?

Das Konto hat keinen eigenen Freibetrag. Es gelten die persönlichen Freibeträge je Person: 500.000 € für Ehe- und Lebenspartner, 400.000 € für Kinder, 200.000 € für übrige Enkel, 20.000 € für unverheiratete Partner, jeweils in zehn Jahren.

Kann ich für ein Gemeinschaftskonto einen Freistellungsauftrag stellen?

Nur als Ehe- oder eingetragene Lebenspartner, wenn beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd getrennt leben und beide Steuer-IDs angeben. Den gemeinsamen Pauschbetrag von 2.000 € gibt es bei Zusammenveranlagung. Unverheiratete Paare und WGs können keinen gemeinsamen Auftrag erteilen.

Wie werden Gemeinschaftskonten versteuert?

Zinsen sind Kapitalerträge der Berechtigten, meist je zur Hälfte. Pro Person sind 1.000 € im Jahr steuerfrei, bei Zusammenveranlagung zusammen 2.000 €, über alle Banken hinweg. Ohne Freistellungsauftrag behält die Bank Steuer ein; einen nicht genutzten Pauschbetrag können Sie über die Steuererklärung geltend machen.

Ist ein Gemeinschaftsdepot eine Steuerfalle?

Für ein gemeinsames Depot gelten dieselben Regeln wie für das Konto. Weil dort oft größere Beträge liegen, ist das Risiko einer Schenkung bei ungleichen Einzahlungen eher höher. Halten Sie fest, wem welcher Anteil zusteht.

Muss ich Erbschaftssteuer auf Gemeinschaftskonten zahlen?

Das hängt von Ihrem gesamten Erwerb ab. Zum Nachlass gehört der Anteil der verstorbenen Person. Ohne andere Bestimmung gelten gleiche Anteile aller Inhaber, bei zwei Inhabern grundsätzlich je die Hälfte. Was Sie davon erben, richtet sich nach der Erbfolge. Für die Steuer zählen auch frühere Schenkungen, abziehbare Schulden, Freibeträge und Befreiungen. Der persönliche Freibetrag für Ehe- und eingetragene Lebenspartner beträgt 500.000 €.

Ist eine Schenkung unter Ehegatten über das Gemeinschaftskonto steuerpflichtig?

Ja, das ist möglich. Eine Schenkung setzt eine unentgeltliche Bereicherung voraus; bloße Einzahlungen reichen als Nachweis nicht aus. Ehe- und eingetragene Lebenspartner haben 500.000 € Freibetrag in zehn Jahren. Bei Haushaltszahlungen zählen Zweck, Vereinbarung und tatsächliche Verwendung. Zuwendungen zum angemessenen Unterhalt können nach § 13 ErbStG steuerfrei sein. Halten Sie fest, wem das Guthaben zusteht, und handeln Sie entsprechend.

Ist eine Schenkung vom Gemeinschaftskonto an die Kinder möglich?

Ja. Der Freibetrag beträgt 400.000 € je Kind und Elternteil in zehn Jahren. Eine Überweisung vom Gemeinschaftskonto bedeutet aber nicht automatisch, dass beide Eltern schenken; entscheidend ist, welchem Elternteil das Geld zuzurechnen ist.

Quellen

Alle Angaben habe ich auf diesen Seiten geprüft.

  1. BFH, Urteil II R 33/10 bundesfinanzhof.de
  2. § 7 ErbStG gesetze-im-internet.de
  3. § 14 ErbStG gesetze-im-internet.de
  4. § 16 ErbStG gesetze-im-internet.de
  5. § 30 ErbStG gesetze-im-internet.de
  6. § 13 Absatz 1 Nummer 12 und Absatz 2 ErbStG gesetze-im-internet.de
  7. comdirect comdirect.de
  8. Commerzbank commerzbank.de
  9. § 44a Abs. 2a EStG gesetze-im-internet.de
  10. § 430 BGB gesetze-im-internet.de
  11. § 10 ErbStG gesetze-im-internet.de
  12. § 33 ErbStG gesetze-im-internet.de
  13. § 1 Absatz 4 ErbStDV gesetze-im-internet.de

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